Projekte

Hier finden Sie eine Beschreibung der Selbsthilfe-Projekte an denen KISS aktuell arbeitet







Modellprojekt "Weiterentwicklung der Selbsthilfeunterstützung für Migranten in Hamburg"

Mehr als jede(r) vierte Hamburger/in (26,81 %) hat einen Migrationshintergrund. Die Integration von Migrantinnen und Migranten hat sich daher in den letzten Jahren zu einem der zentralen gesellschaftlichen und sozialpolitischen Themen entwickelt. Selbsthilfegruppen sind heute ein unverzichtbarer Teil unseres Gesundheitssystems. Sie sind eine anerkannt wertvolle Ergänzung zu ärztlicher Behandlung, medizinischer Rehabilitationen und zur Bewältigung von Lebenskrisen.

KISS Hamburg hat daher 2008 das Modellprojekt „Selbsthilfeunterstützung für Migrantinnen und Migranten in Hamburg“ gestartet. Ziel des Projektes ist es, den in Hamburg lebenden Migrantinnen und Migranten unter Berücksichtigung der bestehenden (sozio-) kulturellen Eigenheiten die gleichen Zugangschancen zu gesundheitlichen Selbsthilfegruppen und zur Selbsthilfeförderung (auch der finanziellen) zu schaffen, wie der „nicht migrantischen“ Bevölkerungsmehrheit. Ein wesentlicher Ansatzpunkt ist dabei, mehr Erkenntnisse und praktische Erfahrungen über Zugangswege, Ansprechpartner und Selbsthilfe-Strukturen von Migrantinnen und Migranten zu gewinnen, um Selbsthilfeunterstützung in Hamburg besser auf die Bedürfnisse der Migrantinnen und Migranten auszurichten.

Die Projektlaufzeit 2008 bis 2011 wurde bis zum Februar 2015 verlängert.



Projektleiterin Marta Szmidt stellt sich und die Ziele der zweiten Projektphase vor (2012-2015):

Selbsthilfe und Migration
„Hamburg ist die schönste Stadt der Welt“ - sagen nicht nur Hamburger/innen. Viele denken an die Alster, an den Hafen und den traditionsbewussten Fischmarkt, an St. Pauli, an das Kunstmuseum und viel mehr. Ich verbinde mit Hamburg vor allem die Vielfalt der Menschen die hier leben. Die Hansestadt Hamburg ist geprägt von unterschiedlichen Kulturen, von vielseitigen Lebensentwürfen und Denkweisen. Diese Vielfalt des Miteinanders macht Hamburg für mich als Zugereiste mit polnischen Wurzeln sehr attraktiv. Das Thema Integration von hier lebenden Migrant(inn)en stellt seit den letzten Jahren in Hamburg ein zentrales gesellschaftliches und sozialpolitisches Thema dar.

Die Selbsthilfe ist ein anerkannter und unverzichtbarer Teil des Gesundheitssystems in Deutschland. Sie wird jedoch deutlich seltener von Migrantinnen und Migranten in Anspruch genommen, als von der Rest der Bevölkerung. Dabei ist besonders diese Bevölkerungsgruppe aufgrund ihres gesundheitsgefährdenden Lebensstils von chronischen Erkrankungen betroffen. Diese Tatsache war der Hintergrund für die Entstehung des Modellprojekts „Weiterentwicklung der Selbsthilfeunterstützung für Migrantinnen und Migranten in Hamburg“ im Oktober 2008. Das Ziel des Projekts ist, die bisher sehr stark „deutsch“ geprägten Selbsthilfegruppen interkulturell zu öffnen und somit den Zugang zur Selbsthilfe für Migrantinnen und Migranten zu erleichtern.

Vier Jahre sind seitdem vergangen. Vier Jahre in denen viele Erkenntnisse, neues Wissen und praktische Hilfen sowie Vernetzungen gewonnen wurden. Vor allem sind die Zugangswege von Migrant(inn)en zur Selbsthilfe erforscht worden. Vieles Positives ist passiert: zum Beispiel neue muttersprachige Selbsthilfegruppen sind entstanden und auch der Gedanke der Selbsthilfe konnte durch die Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit viele Menschen mit Migrationshintergrund in Hamburg erreichen. In der zweiten Projektphase sollen diese Erkenntnisse zur interkulturellen Öffnung der Selbsthilfe gefestigt und die bei KISS Hamburg erworbene interkulturelle Kompetenz für andere Kontaktstellen sowie Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeorganisationen nutzbar werden. Vor allem ist die interkulturelle Begegnung dabei von großer Bedeutung.

Interkulturelle Öffnung der Selbsthilfe bedeutet auch, dass Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen miteinander interagieren können. Das Wissen über die jeweils andere Kultur ist genauso wichtig wie die interkulturelle Handlungskompetenz, das heißt  die eigene Haltung und das erworbene Wissen in die Praxis umzusetzen. Aus diesem Anlass findet regelmäßig der „Runde Tisch“ statt, der sich aus Vertretern  unterschiedlicher „migrantischer“ Organisationen sowie Selbsthilfegruppen aus Hamburg zusammensetzt.

Die Selbsthilfeberatung für Migrantinnen und Migranten ist auch wieder aktiv. Dieses Mal in polnischer und deutscher Sprache. Als neue Projektleiterin für die zweite Phase des Modellprojekts freue ich mich sehr über diese Zusammenarbeit mit allen Interessenten und über den gemeinsamen Beitrag, den wir zur Schönheit unserer Stadt beitragen.

Marta Szmidt, Projektleiterin

Selbsthilfe-Beratung für Migrantinnen und Migranten (auch in polnischer Sprache), mittwochs 14-18 Uhr
Kontaktstelle Wandsbek
Brauhausstieg 15-17, 22041 Hamburg
Tel. 40/399 263 53

Projektfinanzierung: AOK Rheinland/Hamburg
Träger: Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband
Hamburg e.V.

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Drei Kampagnen an denen sich KISS Hamburg beteiligt:

Pakt für Prävention – Gemeinsam für ein gesundes Hamburg!

Im Pakt für Prävention werden gemeinsam und in möglichst wettbewerbsfreiem Miteinander gesundheitsbezogene Ziele und Interventionsstrategien entwickelt und abgestimmt. Wichtige Grundlagen hierfür liefern - neben weiteren Informationen aus anderen Quellen - vor allem die Daten und Ergebnisse der Hamburger Gesundheitsberichterstattung (GBE). 

Auf den so genannten "Zielkonferenzen des Paktes für Prävention" werden zentrale Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen der Gesundheitsberichtserstattung vorgestellt, diskutiert und bewertet. Planungen und empfohlene Strategien sollen sich alltagsnah an den Lebenswelten der Menschen ausrichten - das verbindende Ziel ist, die Gesundheit der Hamburger Bevölkerung nachhaltig zu fördern, zu stärken und zu verbessern.

In drei Phasen werden die Gesundheitsziele nach und nach in Zielkonferenzen und lebensweltbezogenen Foren entwickelt:
• Gesund aufwachsen in Hamburg! (ab 2010)
• Gesund alt werden in Hamburg! (ab 2011)
• Gesund leben und arbeiten in Hamburg! (ab 2012)

Der PARITÄTISCHE und KISS Hamburg beteiligen sich am Pakt / an der Zielentwicklung.
Viele interessante Informationen rund um das Programm der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) zur Weiterentwicklung von gesundheitlicher Prävention und Gesundheitsförderung in Hamburg finden Sie hier:
www.hamburg.de/informationen-zum-pakt-fuer-praevention

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psychenet -
Hamburger Netz psychische Gesundheit:

KISS Hamburg ist Kooperationspartner im Teilprojekt IX: Gesundheitsnetz Magersucht und Bulimie und beteiligt sich am Teilprojekt V: Selbst- und Familienhilfe bei langfristigen psychischen Erkrankungen.

Die Gesundheitsmetropole Hamburg wurde am 5. Mai 2010 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung als Gesundheitsregion der Zukunft ausgezeichnet. Unter Beteiligung von zahlreichen Unternehmen, der Dienstleistungsforschung sowie einer Vielzahl stationärer und ambulanter Einrichtungen aus dem Bereich Psychische Gesundheit wurde von Oktober 2009 bis Februar 2010 ein innovatives, versorgungszentriertes und wissenschaftlich fundiertes Gesamtkonzept für die Metropolregion Hamburg entworfen.

Nach dem Gewinn des Wettbewerbs startet nun die Umsetzung. Ziel des Netzwerks ist es, heute und in Zukunft psychische Gesundheit zu fördern, psychische Erkrankungen früh zu erkennen und nachhaltig zu behandeln.

Mehr Informationen auf der homepage www.psychenet.de

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MIT-DENKEN
Kampagne für einen bewussten Umgang mit Medikamenten

Die Kampagne MIT-DENKEN ist eine Gemeinschaftsaktion der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz in Kooperation mit der Hamburgischen Landesstelle für Suchtfragen e.V., der Ärztekammer Hamburg, der Apothekerkammer Hamburg, verschiedenen Trägern von Suchthilfeeinrichtungen, der Sucht-Selbsthilfe, KISS Hamburg und vielen weiteren beteiligten Akteuren von Hamburger Gesundheitsinstitutionen.

MIT-DENKEN soll für einen bewussteren Umgang mit Medikamenten sensibilisieren, da Missbrauch und Abhängigkeit von Medikamenten immer noch Tabuthemen sind, über die nur wenig gesprochen wird, obwohl Medikamentenabhängigkeit sehr facettenreich ist und Menschen beider Geschlechter, aller Altersstufen und sozialer Schichten betrifft.

Medikamentenmissbrauch oder -abhängigkeit umfasst viele Arzneimittelgruppen. Die Bandbreite reicht von Schmerz- und Schlafmitteln über Psychopharmaka bis hin zu Aufputsch- und Schlankheitsmitteln. In aktuellen Schätzungen wird davon ausgegangen, dass zwischen 1,4 und 1,9 Millionen Bundesbürgerinnen und Bundesbürger von verschreibungspflichtigen Medikamenten abhängig sind. Insbesondere im Bereich Psychostimulanzien ist die Zahl der Verordnungen in den letzten Jahren beträchtlich angestiegen.

Weitere Informationen zur Kampagne, aktuellen Veranstaltungen im Rahmen der Kampagne, den Partnern und vieles mehr finden Sie im Internet unterwww.mitdenken-hamburg.de

KISS unterstützt die Gründung einer Selbsthilfegruppe zum Thema Medikamentenabhängigkeit. Kontakt über Selbsthilfe-Telefon 040 / 39 57 67 (Mo - Do 10.00 Uhr -18.00 Uhr).

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Selbsthilfegruppen
in Hamburg suchen

Hier können Sie bestehende Selbsthilfegruppen nach Namen, Zielen, Aktivitäten, Stichwörtern und Orten suchen.

Wichtig: Im Internet werden nur Gruppen veröffentlicht, die dieses wünschen. So kann es also sein, dass Sie gerade die Selbst-hilfegruppe, die für Sie die richtige ist hier nicht finden. Informationen zu diesen nicht veröffentlichten Gruppen erhalten Sie telefonisch bei KISS.

Selbsthilfegruppen suchen Mitglieder

Hier finden Sie neue Selbsthilfegruppen und bestehende Selbsthilfegruppen, die aktuell Mitglieder suchen.

Termine 2013

Selbsthilfeberatung für pflegende Angehörige [mehr]
Hamburger Selbsthilfe-Tag, 24.8.2013 [mehr]
Kultursensibler Beistand am Lebensende und in der Trauer, April-Juli 2013 [mehr]
Patienten ernst nehmen und beteiligen!, 24.7.2013 [mehr]
Tag der Epilepsie in Hamburg, 5.10.2013 [mehr]

"Die Pflegenden pflegen", 11.06.2013
Plenum der Hamburger Selbsthilfegruppen, 12.06.2013
Interkulturalität und Selbsthilfe, 13.06.2013
Vortrag zur Organspende und -transplantation, 18.06.2013

Fortbildungsangebote von KISS für Selbsthilfegruppen-Mitglieder:
Workshop: Selbstwahrnehmung durch verschiedene Entspannungstechniken
Wie gründe ich eine Selbsthilfegruppe (M1), 24.09.2013
Meine Rolle als Kontaktperson in der Selbsthilfegruppe (M2), 21.9.2013
Gesprächsmoderation und Gesprächsführung (M3), 11.06.2013
"Ich höre was, was Du nicht sagst" - Gelingende Kommunikation (M4), 9.11.2013

Informationen aus der Selbsthilfelandschaft